Das war die Auto Zeitung Youngtimer Tour 2011 


Man könnte meinen, die Organisatoren der Auto Zeitung Youngtimer Tour 2011 wären allmächtig. Die Rallye für Fahrzeuge bis Baujahr 1991 war durch und durch perfekt organisiert, sogar das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. Ganz klar, dass die Teilnehmer viel Spaß bei der Bewältigung der Strecke und den darin enthaltenen Sonderprüfungen hatten.

Meinem Beifahrer Christian und ich wurde die große Ehre zu Teil, im Team von Volkswagen Classic an den Start der Youngtimer Tour zu gehen und dabei unsere > IG TYP 86 < zu vertreten. Natürlich war klar, dass wir mit einem VW Polo starten werden und wählten dafür meinen Polo GT G40 von Volkswagen Motorsport. Mit von der Partie waren auch Oliver und Frank von der > Scirocco Original IG < mit ihrem knallgelben Scirocco I. Die Tour begann für Christian und mich bereits am Freitag. Wir erreichten gegen 13:30 Uhr das Meilenwerk in Düsseldorf, wurden direkt von den Kollegen der VW Classic begrüßt und auf den Teilnehmerparkplatz gelotst. Wenig später erhielten wir auch schon unsere Startnummern und die Partner der GTÜ machten sich an die technische Fahrzeugabnahme. Bis zum Nachmittag versammelte sich ein buntes Feld von verschiedensten Fahrzeugen - alle Fahrer und Beifahrer waren jedoch in einigen Punkten immer gleich: absolut jeder kam mit bester Laune in Düsseldorf an und war benzinhaltigen Gesprächen in keiner Weise abgeneigt. Auch wenn die VW Classic als Sponsor große Präsenz im Teilnehmerfeld zeigte, war die Vielfalt wunderbar groß. Vom amerikanischen Musclecar bis hin zum italienischen Supersportwagen mit dem Cavallino auf der Haube, vor Chrom strahlende Mercedes und seltene Sportwagen die der Ford Sierra Cosworth war wirklich alles dabei. Und noch ein gemeinsames Interesse machte sich aufgrund des warmen Wetters breit: die Lust auf ein kühles Getränk im Rahmen des Public Viewing Österreich-Deutschland abends im Meilenwerk.

Das Frühstück am Samstag verdiente seinen Namen, denn schließlich sollte 30 Minuten nach der Fahrerbesprechung um 9.00 Uhr schon das erste Auto auf die Strecke gehen. Danach wurde im Minutentakt gestartet, so dass wir mit unserer Startnummer 64 noch eine kleine Schonfrist hatten. Bei der Startaufstellung sahen wir unser direktes Umfeld: unser Vordermann war mit einem BMW Alpina B10 Biturbo eines der leistungsstärksten Fahrzeuge im Feld. Es sollte sich wenig später auf den kurven- und zuweilen steigungsreichen Strecken in der Eifel gelegentlich als schwierig erweisen, Anschluss zum Vordermann zu halten.



Die erste Etappe führte vom Meilenwerk zum ADAC Fahrsicherheitszentrum in Weilerswist, wo auf dem Gelände natürlich gleich eine Gleichmäßigkeitsprüfung mit Slalom abgelegt wurde. Als Rallye-Novizen war dies für Christian und mich Neuland, aber wir wurden von VW Classic sogar mit einem Tripmaster ausgestattet und schlugen uns trotz der ersten "Gehversuche" ganz gut. Bei diesen Sonderprüfungen geht es weniger um Geschwindigkeit, sondern mehr um das Gefühl für Zeiten und Entfernungen. So muss innerhalb eines festgelegten Zeitraumes eine bestimmte Strecke zurückgelegt werden, bei Abweichungen von der Sollzeit erhalten die Teilnehmer entsprechende Strafpunkte. Weiter ging es von da aus in Richtung Eifel. Im Hotel Kastenholz hatten wir die Möglichkeit einer kurzen Pause, hier sollte sich die Terrasse mit einer tollen Aussicht später noch als verhängnisvoll erweisen. Von den rund 10 Minuten Pause konnten wir trotz ambitionierter Fahrweise nur ca. 6 Minuten wieder einfahren, außerdem wurden wir von langsam fahrenden Eifeltouristen und roten Ampelphasen zusätzlich ausgebremst. So fielen uns diese Fehlzeit böse auf die Füße, als wir einige Minuten zu spät bei der Zeitkontrolle zur Mittagspause erschienen.



Nach der Mittagspause wurde die Strecke noch einmal richtig schön. Von Felsmassiven geprägte Abschnitte, wunderschöne Burgen und Wasserschlösser und enge Haarnadelkurven fordeten Mensch und Maschine ganz schön heraus. Wir schafften es, zu unserem Vordermann mit dem BMW immer wieder aufzuschließen und hätten auch nicht gedacht, dass die beiden roten 300 SL weiter vor uns dermaßen gut und schnell durch die Kurven marschieren können. Respekt dafür! Ähnlich muss es auch unseren "ewigen Verfolgern" gegangen sein, ein mit kessen Mädels besetzter Mini, der auch immer wieder in unserem Rückspiegel auftauchte.



Mit dem Zieleinlauf auf der Königsallee in Düsseldorf endete die rund 333 km lange Youngtimer Tour, danach fuhren wir wieder ins Meilenwerk zur Siegerehrung und anschließender Party. Nach Bekanntgabe der Ergebnisse fanden wir uns auf Gesamtplatz 40 im guten Mittelfeld wieder und waren mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Mit ein wenig mehr Disziplin in Bezug auf den Streckenzeitplan und ein wenig mehr Routine bei den Sonderprüfungen sollten wir beim nächsten Mal ein paar Plätze gut machen können. Besonders hat uns natürlich gefreut, dass das "VW Classic Team 2" mit dem VW-Porsche 914/4 unter den drei "besten der Besten" gelandet ist und dafür einen großen Pokal in Empfang nahm. Auch das VW-Classic-Team mit Eberhard Kittler auf dem Beifahrsitz des einzigartigen Audi 100 LS Cabriolet erlangte in seiner Klasse eine Platzierung auf dem "Treppchen".

Für Christian und mich ging ein eindruckvoller Tag zu Ende, wir haben viele nette Gleichgesinnte kennengelernt und haben in der Tat "Blut geleckt", die gleiche oder eine ähnliche Rallye auch im nächsten Jahr zu fahren. An dieser Stelle möchten wir das komplette Organisatoren-Team grüßen und einen großen Dank aussprechen für diese rundum perfekte Rallye. Ein ganz besonderer Dank geht von unserer Seite natürlich an das Team von Volkswagen Classic für die rundum sorglose Betreuung und viele nette Gespräche rund um unsere gemeinsame Passion - die Fahrzeuge von Volkswagen.

Einen weiteren Bericht mit Bildern gibt es auf der > Webseite von Volkswagen Classic <

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