Volkstyle Base Vol. II 


Das Event Volkstyle Base feierte seine erste Wiederholung und knüpfte nahtlos an das Konzept vom letzten Jahr an: eine tolle Location und themenbasierte Hangare mit den (selbsternannten?) Highlights. Wo auf dem ehemaligen Militärflugfeld früher Flugzeuge starteten, war an diesem Tag nur eines abgehoben: die Preise. Ich kenne Eintrittsgebühren für Tagestreffen zwischen 5,- und 10,- Euro als allgemein üblich, für besondere Qualität (M.I.V.W) akzeptiere ich auch mal 15,- Euro. Aber Volkstyle Base schlug mit ganzen 17,- Euro zu Buche und bot weder eine Willkommenstüte mit einer alten Klolektüre (VW-Zeitschrift) bzw. einen Aufkleber o.ä. noch andere erwähnenswerte Dinge. Angeblich 12,- Euro Eintritt und 5,- Euro Parking - ja nee, soll ich mein Auto in die Hosentasche packen? Für mich steht fest: am Tag der Volkstyle Base Vol. III werde ich nächstes Jahr eine andere Veranstaltung einplanen. Ein paar teure Bilder habe ich trotzdem mitgebracht: > Galerie <

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Editorial: Früher der Neon-Klecks, heute "Stancing" 


Man kann sich fragen, was "Mode" eigentlich genau ist. Ich denke dabei zuerst an halbnackte, anorektische Models, die in unpraktischen Kleidungsstücken über einen Pariser Laufsteg stöckeln. Ist Mode das, was uns gut gefällt, oder das, was uns suggeriert wird, zu gefallen? Oder einfach nur ein Herdentrieb, getragen und multipliziert von den Medien? Dazu darf jeder seine eigene Ansicht ermitteln.

Dies ist wieder einmal ein Editorial von mir, dem Webmaster, und daher schreibe ich auch ein paar Gedanken von meiner Seite dazu auf. Ich für meinen Teil habe viele Moden kommen und gehen sehen. Oder man sagt "Trends" dazu, auch diese kommen und gehen. Sehr lebhaft erinnere ich mich an die 1980er. Airbrushs auf der Motorhaube lagen einmal voll im Trend. Heulende Wölfe, Gewitterhexen, im Mondlicht springende Delphine - die Kreativität machte auch damals schon keinen Halt. Später waren es die neon-farbenen Kleckse, die bevorzugt an Kleinwagen-Karosserien hafteten. Hand aufs Herz - wer hat sich damals den Aufkleber aus dem Baumarkt mitgebracht, zwischen Primeln und Grillkohle? Ich jedenfalls nicht. Ein paar Jahre später waren Flipflop-Lackierungen der letzte Schrei. Kaum ein Highend-Tuningfahrzeug kam ohne schillernde Mehrfarblackierung aus. Und hier muss ich tatsächlich zugeben, dass es Farbkombinationen gab, die mir persönlich sehr gut gefallen haben. So - bis hierhin mal ein Summenstrich. Was sehen wir davon heute noch? Kaum etwas. Diese Trends sind vorbei, diese Mode ging schon lange in die Altkleidersammlung, sind so uncool geworden wie das Arschgeweih.

Auch heute schlendere ich noch über Auto-Treffen und stelle fest, wie alt und verknöchert ich doch mit meinen Ansichten geworden bin. Der Trend zum "Rat-Style Look" schwappte aus der US-Szene rüber und hat sich lange gehalten. Inzwischen ebbt die Zahl von Fahrzeugen mit Rost-Effekt lackierten Plastikstoßstangen (zum Glück) wieder ab. Neue "Ratten" (frei übersetzt ist eine "Ratte" ein mutwillig zerstörtes Fahrzeug mit der Absicht zu zeigen, dass sich der Besitzer für gar nichts schämt) werden zukünftig dann wohl nur noch von Leuten gebaut werden, die sich einfach keine vernünftige Karre leisten können. Ich frage mich immer, was einmal deren Kinder denken, wenn Papa ihnen die Fotos seines Autos von früher zeigt? Noch recht neu oder bislang außerhalb meiner Wahrnehmung scheint aktuell das so genannte "Stancing" zu sein. Dazu habe ich mich im Internet mal nach einer Definition umgesehen und fand sinngemäß folgende Erklärung: "Stancing ist das Verändern der Rad-Reifen- und Fahrwerkskombinationen in der Art, dass Reifenflanke und Kotflügelkante möglichst nah in Ruheposition stehen." Aha. Meine eigene Definition könnte lauten: "Stancing ist eine Art des Tunings, mit möglichst viel Geldaufwand und irreversiblen Veränderungen an der Karosserie die maximale Verschlechterung der Fahrbarkeit zu erlangen." Ja, mit der Erklärung kann ich mich anfreunden. Mitnichten - ich glaube niemand hat etwas gegen schöne Felgen, die auch teuer sein können. Nicht einmal ich, der sich selber als notorischer Motzkopf sieht. Nur ein paar Erlebnisse beim zuletzt besuchten M.I.V.W wollen (müssen?) offenbar noch verarbeitet werden: da gab es diese - nennen wir sie mal "VW- und Audi-Fans", die mit ihrem Fahrzeug aus aktueller oder nur kürzlich eingestellter Produktionslinie voll angesagt waren, zumindest wenn man den Medien (s.o.) glaubt. Fette Pellen fallen sofort ins Auge, die allein mehr kosten als ein gepflegter Youngtimer (MIT Charakter... *hust*). Fehlen darf auch nicht der Ebay- Standardsatz Sticker (Shocker-Hand, Wheel-Whore... das volle Programm eben). Und natürlich Airride, ein Luftfahrwerk mit variabler Höhe (aber scheiße zu fahren). Und so gab es sich, dass diese Kombinationen aus Fahrzeug und "Fan" über den Platz gockelten und wenn mal zu viele Leute in andere Richtung guckten, wurde kurzerhand das Luftfahrwerk auf die maximale Tiefe gefahren. Das führte dann natürlich dazu, dass irgendwas lautstark auf der Fahrbahn kratzte. Natürlich guckten dann wieder alle, Ziel erreicht. Ein Teil der Beobachter fokussierte den Grad der Tieferlegung des Fahrwerks, der andere die Tieferlegung des Geisteszustandes der Insassen. Effekthascherei um jeden Preis - das ist die Konstante in allen Trends. Was das Rad für den Pfau oder der rote... naja... für den Pavian, das ist Bling-Bling für die so genannte Automobilkultur. Vorbei ist die Zeit, in der einfach interessante Fahrzeuge zählten - heute haut man einen Golf >5 platt auf die Straße, packt fette Räder und einen Haufen Sticker drauf. Fertig ist der Pokaljäger und der Artikel in der Szenezeitschrift.

Trends polarisierten schon immer und das wird sich wohl auch nie ändern. Interessant finde ich nur, dass ich selber immer häufiger auf der Seite stehe, die verständnislos mit dem Kopf schüttelt.

Nehmt es mir bitte nicht übel und wer das schön findet - bitte. Ich muss ja nicht damit fahren. Früher war eh alles besser, inklusive der Rechtschreibung - das geht an alle, die sich über die (allerdings korrekte) Schreibweise des Wortes "Delphine" wunderten.

Euer
Sebastian Winkler

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8. Polotreffen in Hamburg 


Spontan entschlossen machten sich ein Kollege und ich auf die 380 km lange Reise zum inzwischen nördlichsten Polo-Treffen. Die Bilder finden sich wie immer in der > Galerie <.

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M.I.V.W Event in Holland 2014 




Noch mit Sonnenbrand und schmerzenden Füßen von den Schloss Dyck Classic Days setzte ich mich früh morgens in Bewegung Richtung Holland zum M.I.V.W. Meine Erwartung an ein großes, qualitätsvolles Treffen sollte wirklich nicht enttäuscht werden, so dass die körperlichen leiden bald in Vergessenheit gerieten.

Es ist schlichtweg unmöglich, beim MIVW alles zu sehen. Alleine die Fläche des Airfields ist so groß, dass man schnellen Schrittes und mit System unterwegs sein sollte, um sich überhaupt einen Gesamtüberblick zu verschaffen. Während gegen 13.00 Uhr die ersten Besucher schon wieder den Platz verließen, strömten noch hunderte Fahrzeuge neu auf den Platz und füllten viele frei werdenden Flächen gleich wieder. Wahnsinn! Auch an der Organisation kann man nicht meckern. Es begann bei der ordentlichen Einweisung zu Beginn des Treffens mit vielen Helfern, an vertretbaren Wartezeiten im Gastro-Bereich bis hin zur geregelten Ausfahrt vom Treffengelände. Das sind so Dinge, die einen Eintrittspreis von immerhin 15,- Euro dann wieder rechtfertigen. Wie immer habe ich viele Fotos gemacht, die Ihr Euch in der > Galerie < anschauen könnt.



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