Auto Bild 47/2018 mit Reportage zum VW Öko-Polo und XL1 


In der aktuellen Auto Bild (Heft 47/2018) ist eine Reportage erschienen mit dem Webmaster dieser Seite und einem seiner Polo G40, hier dem Öko-Polo. Viel Spaß beim lesen!


  Permanentlink  |  ähnliche Links
Fahrverbote: Großangriff auf die Reparaturkultur 


"Diesel-Fahrverbot" - ein Kandidat für das Unwort des Jahres? Das wäre möglich und wenn dann auch nicht der größte Einschlag des Themas, welches dahinter steht. Getrieben von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) haben erste Gerichte Fahrverbote für ältere Fahrzeuge angeordnet, da sich nach Sicht der Richter auf keinem anderen Wege die erforderliche Luftqualität umsetzen lasse. Die Aufstellung von Meßstationen, der EU-Grenzwert für Stickoxide und der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit soll hier nicht das Thema sein. Für die Presse ist die Story ein gefundenes Fressen, schließlich lassen sich mit der Sparte "Angst" (Angst um die individuelle Mobilität) Auflage bzw. Klicks machen und das wollen die Werbepartner nunmal, die reihenweise z.B. ach so umweltfreundliche Neuwagen inserieren.
Zum Zeitpunkt Ende November 2018 heißt das: das meiste ist noch nichts rechtskräftig, die Politik poltert in alle Richtungen (die CDU will gegen die Gemeinnützigkeit der DUH vorgehen [Quelle], Grüne fordern sogar das vollständige Ende des Verbrennungsmotors [Quelle]) und sowohl Pendler als auch Oldtimer-Fans stehen schulterzuckend im Unklaren. Was man derzeit sagen kann:

-die von der Presse verpauschalisierten "Diesel-Fahrverbote" richten sich auch gegen Benziner bis Euro 2, das sind durchaus als "schadstoffarm" ausgewiesene Fahrzeuge mit elektronischer Einspritzung und G-Kat. Ebenfalls die Benziner-Norm "D3" wäre betroffen, auch wenn sie viel besser ist als die ausgesperrte Euro 2 - sie ist aber eben keine Euro 3. [Quelle] Und damit wären ausnahmslos ALLE Fahrzeuge mit G-Lader betroffen, die noch keine H-Zulassung haben.
-das H-Kennzeichen muss aber kein Schlupfloch sein: zwar werden im Gesetz die Fahrzeuge mit historischer Zulassung aus Umweltzonen ausgenommen, denn diese haben einen Freifahrtschein über das "H" auf dem Kennzeichen auch ohne Plakette in der Scheibe. Aber die Gerichtsurteile richten sich gegen die Abgasnormen der Fahrzeuge und sind damit unabhängig vom Begriff der Umweltzone. Und damit wäre es den Kommunen überlassen, H-Fahrzeuge den Zugang zu den neuen Sperrzonen zu gewähren oder nicht. Die Konsequenz könnte sein: die Innenstadt von Berlin und weitreichende Gebiete in Essen komplett oldtimerfrei - keine Treffen, keine Oldtimerausfahrten - nichts. Weder mit dem 1989er Rallye Golf noch mit dem 1912er Fort T. [Quelle]
-die Outlaws unter den Altauto-Fahrern, die auf eine Nichtkontrollierbarkeit des fließenden Verkehrs hoffen, könnten mit einem neuen Gesetzesentwurf ebenfalls geschasst werden, denn man denkt bereits über eine automatische Übewachung der Fahrverbote mittels Kennzeichenerkennung aus Videoüberwachung nach. [Quelle]

Fazit: wer sein Fahrzeug bislang durch Reparaturen, schonende Fahrweise und/oder Liebhaberei bis ins höhere Alter gepflegt hat, kann unter Umständen nächstes Jahr kräftig in den Po gekniffen werden. Was man von Unterhaltungs- und Haushaltselektronik in den letzten 20 Jahren gelernt hat, greift nun auch auf das Auto über: schmeiß weg, kauf neu. So rettet man den Planeten. Das sagt zumindest die Deutsche Umwelthilfe durch ihr Engagement im Sinne der Gemeinschaft.

Euer heute zynischer
Sebastian Winkler aka Mail Man G40

  Permanentlink
Polo G40 aus dem AutoMuseum in Fashion-Outlet-Ausstellung 
24.10.2018. Im Rahmen der Eröffnung des dritten Bauabschnitts des Wolfsburger Fashion Outlets wurde auch ein Showroom für klassische Volkswagen in Betrieb genommen. Bis Mitte 2019 zeigt er Fahrzeuge, die auf Grundlage das Lookbook von Volkswagen Zubehör, das grafische Grundlagen für die zahlreichen Merchandising-Hersteller bietet, ausgewählt wurden. Darunter ist der Polo G40, der einst in Ehra-Lessien mehrere Weltrekorde einfuhr – das schnelle Coupé gehört zu den Highlights des AutoMuseums. Volkswagen Classic hat die weiteren Exponate bereitgestellt, darunter exklusive Klassiker aus der Karmann Sammlung wie den Prototyp des Typ 3 Cabriolets und den brasilianischen TC 145. Volkswagen Heritage Leiter Dieter Landenberger und Museumsleiter Eberhard Kittler sind sichtlich stolz auf diese Schau. Geplant ist, an verkaufsoffenen Sonntagen die Besucher in den Pavillon zu entsprechenden Expertenführungen hineinzulassen.

Quelle: Stiftung AutoMuseum Volkswagen
Foto (C) Stiftung AutoMuseum Volkswagen
http://www.automuseum-volkswagen.de/


  Permanentlink
30 Jahre Volkswagen Corrado – Es lebe der Sport 


„Der neue Corrado – So stellen wir uns einen Sportwagen vor.“ Unter diesem Motto findet 1988 vom 22. August bis zum 2. September in Nürnberg die internationale Pressevorstellung des Volkswagen Corrado statt. Die Erwartungen an das neue Modell sind groß, denn Volkswagen präsentiert ihn als seinen „ersten reinrassigen Sportwagen“. Als sportliches Topmodell und Imageträger für die Marke ist der Corrado viel mehr als nur ein höher positionierter Nachfolger des bereits seit 1974 erfolgreichen Scirocco. Mit dem Corrado G60 bringt Volkswagen ein progressives Hochtechnologie-Fahrzeug auf den Markt, das auf die gesamte Marke abstrahlen soll.

Die Entwicklung des neuen Modells beginnt bereits 1981 unter der internen Bezeichnung EA 494. Auf Basis des Golf der zweiten Generation soll ein 2+2 Sportcoupé entstehen, das attraktives Design mit hohem technischen Gegenwert verknüpft. Das unter Chefdesigner Herbert Schäfer entwickelte Styling nimmt Ideen der zukunftsweisenden Studie „Auto 2000“ auf und strahlt Kraft, Sportlichkeit und Eleganz aus. Besonders charakteristisch am Corrado sind seine breite C-Säule und der in die Heckklappe integrierte Spoiler, der ab einem Tempo von 120 km/h automatisch ausfährt und ihn zu einem Vorreiter auf dem Gebiet der adaptiven Aerodynamik macht.

Die innovative Dynamik kommt auch bei der Modellbezeichnung zum Ausdruck. Statt des ursprünglich vorgesehenen Namens „Taifun“ wird er „Corrado“ genannt, was vom spanischen Ausdruck „correr“ für spurten oder rennen abgeleitet ist. Nomen est Omen geht der Corrado entsprechend motorisiert an den Start: Als Antrieb dient ein 1,8-Liter-Reihen-Vierzylindermotor, der mittels mechanischem G-Lader auf 160 PS Leistung kommt. Damit spurtet der Corrado in 8,3 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h. Ende der 1980er sind dies respektable Sportwagenwerte, mit denen man gegen Wettbewerber vom Schlage eines Porsche 944 oder Opel Calibra 16 V problemlos bestehen kann. Ein weiteres Plus ist die für seine Zeit sehr umfangreiche Serienausstattung: ABS, Servolenkung, höhenverstellbare Sportsitze, Nebelscheinwerfer, grüne Color-Wärmeschutzverglasung und in Wagenfarbe lackierte, elektrisch einstellbare sowie beheizte Außenspiegel machen den Corrado zu einem gefühlten Mitglied der automobilen Oberklasse.

Trotz seiner zahlreichen Qualitäten wird der VW Corrado nicht zum Bestseller. Mit einem Grundpreis von 42.500 DM ist er kein Sonderangebot, obwohl die Summe angesichts der hohen Entwicklungskosten noch moderat kalkuliert ist. Auch die 1991 eingeführten Motorisierungen 16 V und VR6 ändern daran nicht viel, so dass im Oktober 1995 der letzte von 97.521 gebauten VW Corrado das Karmann-Werk in Osnabrück verlässt. Heute hat der VW Corrado den Sprung vom Gebrauchtwagen zum gesuchten Youngtimer längst vollzogen. Weltweit haben sich Corrado-Clubs formiert, und auch Volkswagen Classic setzt den Corrado inzwischen häufig als rollenden Markenbotschafter ein, wie beispielsweise bei der Rallye Sachsen Classic vom 23. bis 25. August 2018.

Quelle: Volkswagen AG
Foto (C) Volkswagen AG

  Permanentlink

| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | Weiter> >>


    Einloggen