Tipps zum Saisonbeginn
Wenn die Tage länger werden und die ersten Sonnenstrahlen ins Freie locken ist für viele Polofahrer der Zeitpunkt gekommen, das Spassgefährt aus der Garage zu holen. Der ein oder andere ist vielleicht nun ein halbes Jahr gar nicht mit dem Polo gefahren, daher geben wir an der Stelle ein paar Tipps, was vor einer ersten Fahrt unbedingt gecheckt werden sollte:
- Batterie: wenn die Batterie ausgebaut war, die Batterie wieder einbauen. Zuerst den Pluspol (rot), dann den Minuspol (Masse / schwarz) verbinden. Anschließend die Batterie mit der Klammer befestigen, die Batterie darf nicht wackeln (ggf. Batterieadapter Bosch-Nr. 0 189 999 020 verwenden). Die Abdeckung des Batterie-Pluspols nicht vergessen! Blieb die Batterie über den Winter verbaut, war sie hoffentlich an einem Erhaltungs-Ladegerät angeschlossen. Wenn nicht, lauft Ihr Gefahr, dass sie sich über die lange Standzeit tiefentlädt – dann ist sie möglicherweise defekt.
- Reifen: dass Reifen über einen längeren Zeitraum etwas Druck verlieren, kann passieren. Als vertretbar schätzen wir ein, dass – wenn man den Polo im Vorjahr mit etwa 2.2 bar abgestellt hat – der Druck auf bis zu 1.5 bar absinken kann. Sind ein oder mehrere Reifen zum Saisonstart ganz platt, liegt etwas im Argen und der Reifen muss getauscht werden. Vor der ersten Fahrt sollte der Druck wieder auf etwa 2.0 bis 2.2 bar (die Werte stehen auf einem Aufkleber auf der Innenseite des Tankdeckels) angepasst werden.
- Flüssigkeiten: Füllstände von Motoröl, Kühlflüssigkeit, Bremsflüssigkeit und Scheibenwaschwasser (bei einigen Polos auch im Heckbehälter) prüfen und ggf. auffüllen. Bei Motoröl, Kühlwasser und Bremsflüssigkeit zwingend darauf achten, dass das Mittel zum Nachfüllen auch kompatibel ist. Wann war eigentlich der letzte Wechsel der Bremsflüssigkeit (der Gesetzgeber schreibt vor: alle 2 Jahre)?
- HU checken: ein Blick auf das hintere Kennzeichen verrät, ob vielleicht in der Winterpause die Hauptuntersuchung abgelaufen ist. Ist das der Fall, sofort Termin vereinbaren und die neue Plakette holen – sonst drohen Bußgelder!
- Bei Polos mit Benzin-Einspritzung kann man den Zündschlüssel einige Male drehen, so dass die Vorförderpumpe im Tank mehrfach anläuft: das erleichtert den Start. Bei Vergaser-Modellen mit mechanischer Kraftstoffpumpe muss man manchmal etwas orgeln, damit der Kraftstoff wieder angesaugt wird. Mit Startpilot anäthern sollte man unterlassen, wenn es nicht wirklich erforderlich ist.
- Vor dem Fahrtantritt ein prüfender Blick in den Motorraum: sind alle Kraftstoffschläuche dicht? Öffnet das Thermostat und läuft der Kühlerlüfter an? Treten irgendwo sichtbar Flüssigkeiten aus?
- Die erste Fahrt sollte erst einmalruhig auf einer Landstraße o.ä. erfolgen und vorsichtige Bremstests enthalten, um ggf. Korrosion von den Scheiben und Trommeln abzutragen. Durch den Kaltstart ist vielleicht etwas Kraftstoff in das Motoröl eingesickert, der erst einmal verdampfen muss. Auch die Reifen sind vielleicht noch etwas unwillig und wollen einmal auf Temperatur kommen. So kann man aufmerksam horchen, ob die Geräuschkulisse stimmt. Wenn nach ca. 50 km alles passt, dann kann die Saison beginnen…
- und denkt dran: wenn Ihr einen klassischen Polo fahrt, sitzt Ihr nicht mehr in Eurer zivilisationsverwöhnten Alltagskutsche! Das heißt: kein ABS, kein ESP, keine Servolenkung, keine Einparkhilfe…
Wir wünschen viel Spaß beim Saisonbeginn – und jetzt ab zum Waschplatz und runter mit dem Staub!

